Nachbarschaft & Ruhezeiten

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20 zufällig gezogene von 64 Fragen. Bei jedem Aufruf zieht das Amt neu.

  1. Wie viele Ausrufezeichen hat ein ordentlicher Zettel?

    1. Mindestens drei. Ab fünf wird unterstrichen.
    2. Keins. Wir sind doch alle erwachsen.
    3. Genau eins, am Ende vom Datum.
    4. So viele, wie Stockwerke im Haus sind.
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    Amtlich richtig: Mindestens drei. Ab fünf wird unterstrichen.

    Ein Ausrufezeichen ist ein Hinweis. Drei Ausrufezeichen sind eine Abmahnung ohne Anwalt.

  2. Der Paketbote hat bei Ihnen ein Paket für den Nachbarn abgegeben. Was jetzt?

    1. Ich klingle beim Nachbarn und gebe es ab.
    2. Ich warte, bis er sich meldet, und beobachte dabei seine Tür.
    3. Ich behalte das Paket als Pfand, bis er endlich zurückgrüßt.
    4. Ich schüttle es, um zu raten, was drin ist.
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    Amtlich richtig: Ich klingle beim Nachbarn und gebe es ab.

    Einmal war die langweiligste Antwort die richtige. Wer einen Nachbarn hat, der tagsüber zu Hause ist, hat einen Schatz.

  3. Wie sieht ein ordentliches Klingelschild aus?

    1. Bunt, mit Glitzer und einem Foto vom Hund.
    2. Nachname, gleiche Schrift wie alle anderen, vom Hausverwalter bestellt.
    3. Handgeschrieben auf einem Kassenbon, mit Klebeband befestigt.
    4. Mit Vornamen, Spitznamen, Handynummer, Sternzeichen und einem kleinen Gedicht über die Familie.
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    Amtlich richtig: Nachname, gleiche Schrift wie alle anderen, vom Hausverwalter bestellt.

    Das Klingelschild ist ein Dokument. Abweichende Schriftarten gelten als Unruhe im Haus.

  4. Ihr Besuch parkt im Hof. Was passiert?

    1. Der Nachbar im Erdgeschoss notiert das Kennzeichen.
    2. Der Besuch bekommt einen Blumenstrauß vom Hausmeister.
    3. Nichts, im Hof ist ja genug Platz für alle Autos der Welt.
    4. Das Auto wird von den Nachbarn gewaschen, als Willkommensgruß für die Besucher im Haus.
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    Amtlich richtig: Der Nachbar im Erdgeschoss notiert das Kennzeichen.

    Ein fremdes Auto im Hof ist ein Ereignis. Das Kennzeichen kommt ins Heft, zur Sicherheit.

  5. Ihre Waschmaschine schleudert um 23 Uhr. Was passiert?

    1. Nichts, die Maschine ist ja nicht in meinem Schlafzimmer.
    2. Die Nachbarn freuen sich über die kostenlose Massage durch den Boden und bedanken sich mit Kuchen.
    3. Ich gewinne den Preis für die sauberste Wäsche im Haus.
    4. Am nächsten Morgen hängt ein Zettel im Keller mit genauer Uhrzeit und Dauer.
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    Amtlich richtig: Am nächsten Morgen hängt ein Zettel im Keller mit genauer Uhrzeit und Dauer.

    Der Schleudergang ist ein Erdbeben der Stufe Hausordnung. Er wird deshalb dokumentiert.

  6. Neben der Haustür stehen 24 Klingeln. Ein Besucher sucht Sie. Was passiert?

    1. Er klingelt überall und sagt: „Werbung!“
    2. Er ruft Ihren Namen laut in den Innenhof.
    3. Er findet Sie sofort, denn Sie wohnen „2. OG links“, wie es auf dem Plan steht.
    4. Er gibt nach zehn Minuten auf und geht nach Hause.
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    Amtlich richtig: Er klingelt überall und sagt: „Werbung!“

    Das Wort „Werbung“ öffnet in Deutschland jede Haustür. Ein Rätsel, das kein Amt lösen kann.

  7. Wie lange darf eine Party laut sein?

    1. Bis zum Morgen.
    2. Bis 22 Uhr, danach nur noch in Zimmerlautstärke.
    3. Bis die Polizei kommt.
    4. Einmal im Monat die ganze Nacht, das ist Gesetz.
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    Amtlich richtig: Bis 22 Uhr, danach nur noch in Zimmerlautstärke.

    Die Regel „einmal im Monat darf man laut feiern“ ist übrigens ein Mythos. Es gibt sie nicht.

  8. Wann klopfen Sie auf dem Balkon den Teppich aus?

    1. Sonntags früh, dann ist die Luft am frischesten.
    2. Zu den Zeiten, die im Aushang stehen, und nie über dem Balkon der Nachbarn.
    3. Nachts um drei, mit Stirnlampe, damit es niemand sieht, aber alle hören.
    4. Nie, ich schicke den Teppich zur Reinigung und ihn danach in den Urlaub.
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    Amtlich richtig: Zu den Zeiten, die im Aushang stehen, und nie über dem Balkon der Nachbarn.

    Staub fällt nach unten. Darum wohnen die Menschen im Erdgeschoss so ungern unter Teppichklopfern.

  9. Im Treppenhaus steht ein Kinderwagen. Was sagt die Hausordnung?

    1. Er ist ab sofort Eigentum der Hausgemeinschaft.
    2. Er muss mit einer Parkscheibe versehen werden.
    3. Er darf dort stehen, wenn er den Fluchtweg nicht versperrt.
    4. Er wird vom Nachbarn im Erdgeschoss jeden Tag fotografiert und gemeldet, bis jemand weint.
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    Amtlich richtig: Er darf dort stehen, wenn er den Fluchtweg nicht versperrt.

    Der Fluchtweg ist heilig. Alles andere wird besprochen, am besten schriftlich.

  10. Es gibt eine Versammlung der Wohnungseigentümer. Welches Thema dauert am längsten?

    1. Die Farbe der neuen Fußmatte am Eingang.
    2. Die neue Heizung für 200.000 Euro.
    3. Das Dach, das seit drei Jahren undicht ist.
    4. Die Frage, ob man die Versammlung verkürzen kann.
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    Amtlich richtig: Die Farbe der neuen Fußmatte am Eingang.

    Über große Summen stimmt man schnell ab. Über Farben diskutiert man bis Mitternacht.

  11. Der Nachbar im Erdgeschoss liegt oft im Fenster. Was hat er dabei?

    1. Ein Fernglas und einen Block, zur Vogelbeobachtung.
    2. Eine Gitarre, für Lieder für die Leute auf der Straße.
    3. Ein Megafon.
    4. Ein Kissen für die Ellbogen.
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    Amtlich richtig: Ein Kissen für die Ellbogen.

    Das Fensterkissen ist das Büro der Nachbarschaftswache. Ohne Kissen keine Übersicht.

  12. Wo hängt die Hausordnung?

    1. Im Internet, als App mit Push-Nachrichten.
    2. Beim Vermieter im Tresor, nur zur Einsicht, mit Termin und in Begleitung eines Notars.
    3. Im Kühlschrank, damit sie frisch bleibt.
    4. Im Treppenhaus hinter Glas, Stand 1987, leicht vergilbt.
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    Amtlich richtig: Im Treppenhaus hinter Glas, Stand 1987, leicht vergilbt.

    Die Hausordnung ist älter als die meisten Mieter. Geändert wird sie nicht, nur neu eingerahmt.

  13. Die Hausverwaltung kündigt eine „Begehung“ an. Was tun Sie?

    1. Ich lade alle zum Grillen ein.
    2. Ich schreibe zurück: „Nein, danke.“
    3. Ich lege mich auf den Boden, damit niemand über mich geht.
    4. Ich räume den Keller auf, putze das Treppenhaus und verstecke das Fahrrad aus dem Flur.
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    Amtlich richtig: Ich räume den Keller auf, putze das Treppenhaus und verstecke das Fahrrad aus dem Flur.

    Eine Begehung ist wie eine Prüfung in der Schule. Man lernt einen Tag vorher.

  14. Der Nachbar grillt, und der Rauch zieht zu Ihnen. Was tun Sie?

    1. Ich freue mich über den Duft.
    2. Ich frage, ob noch eine Wurst übrig ist.
    3. Ich lese in der Hausordnung nach, was dort über „offenes Feuer“ steht.
    4. Ich grille einfach zurück, und zwar mit mehr Kohle und in seine Richtung.
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    Amtlich richtig: Ich lese in der Hausordnung nach, was dort über „offenes Feuer“ steht.

    Antwort 2 ist klüger und schmeckt besser. Aber um Klugheit geht es in diesem Test nicht.

  15. Sie wohnen seit 20 Jahren neben Herrn Schmidt. Wie sprechen Sie ihn an?

    1. Mit „Schmiddi“.
    2. Gar nicht, wir winken seit 20 Jahren.
    3. Mit „Herr Schmidt“. Natürlich per Sie.
    4. Mit „Mein Bruder“, weil wir uns schon so lange kennen und er mal meine Leiter hatte.
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    Amtlich richtig: Mit „Herr Schmidt“. Natürlich per Sie.

    20 Jahre sind noch kein Grund für das Du. Das Amt empfiehlt, weitere zehn Jahre zu warten.

  16. Ihr Nachbar hat eine neue Gartenhütte. Was denken Sie zuerst?

    1. Schön!
    2. Ich will auch eine.
    3. Ob er dafür eine Genehmigung hat.
    4. Gar nichts.
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    Amtlich richtig: Ob er dafür eine Genehmigung hat.

    Die Frage nach der Genehmigung kommt vor jeder Freude. Das ist angeboren.

  17. Der Paketbote legt Ihr Paket an den „Wunschablageort“. Wo ist das?

    1. Im Wohnzimmer, er hat ja einen Schlüssel.
    2. Dort, wo ich es mir gewünscht habe. Mit Foto als Beweis.
    3. Auf dem Dach.
    4. Im Garten des Nachbarn, zwischen den Tomaten.
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    Amtlich richtig: Dort, wo ich es mir gewünscht habe. Mit Foto als Beweis.

    Das Amt glaubt fest an den Wunschablageort. Wunder gibt es auch im Paketwesen.

  18. Wie hängt man Wäsche auf?

    1. Irgendwie.
    2. Nach Farben sortiert, mit gleichen Klammern, die Socken als Paar.
    3. Gar nicht, man hat einen Trockner, und die Wäsche wird danach gebügelt, auch die Socken.
    4. Auf dem Balkon des Nachbarn.
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    Amtlich richtig: Nach Farben sortiert, mit gleichen Klammern, die Socken als Paar.

    Die Nachbarn sehen die Wäscheleine. Sie ist die Visitenkarte des Haushalts.

  19. Wie laut dürfen Sie nach 22 Uhr sprechen?

    1. Gar nicht. Ab jetzt redet man mit Zetteln im Treppenhaus.
    2. Nur flüsternd.
    3. Ganz normal.
    4. Genau so laut wie der Nachbar, aber keine Sekunde länger als er.
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    Amtlich richtig: Gar nicht. Ab jetzt redet man mit Zetteln im Treppenhaus.

    Ein Zettel ist leise, nachweisbar und kann laminiert werden. Er ist also die perfekte Nachricht.

  20. Jemand parkt auf Ihrem Stellplatz. Was tun Sie?

    1. Ich parke hinter ihm, dann haben wir beide Pech.
    2. Ich lasse die Luft aus den Reifen.
    3. Ich nehme es als Zeichen und verkaufe mein Auto.
    4. Ich klebe einen Zettel an die Scheibe: „Dies ist ein PRIVATER Stellplatz!!!“
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    Amtlich richtig: Ich klebe einen Zettel an die Scheibe: „Dies ist ein PRIVATER Stellplatz!!!“

    Der Zettel an der Scheibe ist eine Briefform mit langer Tradition. Großbuchstaben sind Pflicht.