Nachbarschaft & Ruhezeiten
20 zufällig gezogene von 64 Fragen. Bei jedem Aufruf zieht das Amt neu.
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Wie viele Ausrufezeichen hat ein ordentlicher Zettel?
- Mindestens drei. Ab fünf wird unterstrichen.
- Keins. Wir sind doch alle erwachsen.
- Genau eins, am Ende vom Datum.
- So viele, wie Stockwerke im Haus sind.
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Amtlich richtig: Mindestens drei. Ab fünf wird unterstrichen.
Ein Ausrufezeichen ist ein Hinweis. Drei Ausrufezeichen sind eine Abmahnung ohne Anwalt.
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Der Paketbote hat bei Ihnen ein Paket für den Nachbarn abgegeben. Was jetzt?
- Ich klingle beim Nachbarn und gebe es ab.
- Ich warte, bis er sich meldet, und beobachte dabei seine Tür.
- Ich behalte das Paket als Pfand, bis er endlich zurückgrüßt.
- Ich schüttle es, um zu raten, was drin ist.
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Amtlich richtig: Ich klingle beim Nachbarn und gebe es ab.
Einmal war die langweiligste Antwort die richtige. Wer einen Nachbarn hat, der tagsüber zu Hause ist, hat einen Schatz.
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Wie sieht ein ordentliches Klingelschild aus?
- Bunt, mit Glitzer und einem Foto vom Hund.
- Nachname, gleiche Schrift wie alle anderen, vom Hausverwalter bestellt.
- Handgeschrieben auf einem Kassenbon, mit Klebeband befestigt.
- Mit Vornamen, Spitznamen, Handynummer, Sternzeichen und einem kleinen Gedicht über die Familie.
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Amtlich richtig: Nachname, gleiche Schrift wie alle anderen, vom Hausverwalter bestellt.
Das Klingelschild ist ein Dokument. Abweichende Schriftarten gelten als Unruhe im Haus.
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Ihr Besuch parkt im Hof. Was passiert?
- Der Nachbar im Erdgeschoss notiert das Kennzeichen.
- Der Besuch bekommt einen Blumenstrauß vom Hausmeister.
- Nichts, im Hof ist ja genug Platz für alle Autos der Welt.
- Das Auto wird von den Nachbarn gewaschen, als Willkommensgruß für die Besucher im Haus.
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Amtlich richtig: Der Nachbar im Erdgeschoss notiert das Kennzeichen.
Ein fremdes Auto im Hof ist ein Ereignis. Das Kennzeichen kommt ins Heft, zur Sicherheit.
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Ihre Waschmaschine schleudert um 23 Uhr. Was passiert?
- Nichts, die Maschine ist ja nicht in meinem Schlafzimmer.
- Die Nachbarn freuen sich über die kostenlose Massage durch den Boden und bedanken sich mit Kuchen.
- Ich gewinne den Preis für die sauberste Wäsche im Haus.
- Am nächsten Morgen hängt ein Zettel im Keller mit genauer Uhrzeit und Dauer.
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Amtlich richtig: Am nächsten Morgen hängt ein Zettel im Keller mit genauer Uhrzeit und Dauer.
Der Schleudergang ist ein Erdbeben der Stufe Hausordnung. Er wird deshalb dokumentiert.
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Neben der Haustür stehen 24 Klingeln. Ein Besucher sucht Sie. Was passiert?
- Er klingelt überall und sagt: „Werbung!“
- Er ruft Ihren Namen laut in den Innenhof.
- Er findet Sie sofort, denn Sie wohnen „2. OG links“, wie es auf dem Plan steht.
- Er gibt nach zehn Minuten auf und geht nach Hause.
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Amtlich richtig: Er klingelt überall und sagt: „Werbung!“
Das Wort „Werbung“ öffnet in Deutschland jede Haustür. Ein Rätsel, das kein Amt lösen kann.
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Wie lange darf eine Party laut sein?
- Bis zum Morgen.
- Bis 22 Uhr, danach nur noch in Zimmerlautstärke.
- Bis die Polizei kommt.
- Einmal im Monat die ganze Nacht, das ist Gesetz.
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Amtlich richtig: Bis 22 Uhr, danach nur noch in Zimmerlautstärke.
Die Regel „einmal im Monat darf man laut feiern“ ist übrigens ein Mythos. Es gibt sie nicht.
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Wann klopfen Sie auf dem Balkon den Teppich aus?
- Sonntags früh, dann ist die Luft am frischesten.
- Zu den Zeiten, die im Aushang stehen, und nie über dem Balkon der Nachbarn.
- Nachts um drei, mit Stirnlampe, damit es niemand sieht, aber alle hören.
- Nie, ich schicke den Teppich zur Reinigung und ihn danach in den Urlaub.
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Amtlich richtig: Zu den Zeiten, die im Aushang stehen, und nie über dem Balkon der Nachbarn.
Staub fällt nach unten. Darum wohnen die Menschen im Erdgeschoss so ungern unter Teppichklopfern.
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Im Treppenhaus steht ein Kinderwagen. Was sagt die Hausordnung?
- Er ist ab sofort Eigentum der Hausgemeinschaft.
- Er muss mit einer Parkscheibe versehen werden.
- Er darf dort stehen, wenn er den Fluchtweg nicht versperrt.
- Er wird vom Nachbarn im Erdgeschoss jeden Tag fotografiert und gemeldet, bis jemand weint.
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Amtlich richtig: Er darf dort stehen, wenn er den Fluchtweg nicht versperrt.
Der Fluchtweg ist heilig. Alles andere wird besprochen, am besten schriftlich.
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Es gibt eine Versammlung der Wohnungseigentümer. Welches Thema dauert am längsten?
- Die Farbe der neuen Fußmatte am Eingang.
- Die neue Heizung für 200.000 Euro.
- Das Dach, das seit drei Jahren undicht ist.
- Die Frage, ob man die Versammlung verkürzen kann.
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Amtlich richtig: Die Farbe der neuen Fußmatte am Eingang.
Über große Summen stimmt man schnell ab. Über Farben diskutiert man bis Mitternacht.
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Der Nachbar im Erdgeschoss liegt oft im Fenster. Was hat er dabei?
- Ein Fernglas und einen Block, zur Vogelbeobachtung.
- Eine Gitarre, für Lieder für die Leute auf der Straße.
- Ein Megafon.
- Ein Kissen für die Ellbogen.
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Amtlich richtig: Ein Kissen für die Ellbogen.
Das Fensterkissen ist das Büro der Nachbarschaftswache. Ohne Kissen keine Übersicht.
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Wo hängt die Hausordnung?
- Im Internet, als App mit Push-Nachrichten.
- Beim Vermieter im Tresor, nur zur Einsicht, mit Termin und in Begleitung eines Notars.
- Im Kühlschrank, damit sie frisch bleibt.
- Im Treppenhaus hinter Glas, Stand 1987, leicht vergilbt.
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Amtlich richtig: Im Treppenhaus hinter Glas, Stand 1987, leicht vergilbt.
Die Hausordnung ist älter als die meisten Mieter. Geändert wird sie nicht, nur neu eingerahmt.
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Die Hausverwaltung kündigt eine „Begehung“ an. Was tun Sie?
- Ich lade alle zum Grillen ein.
- Ich schreibe zurück: „Nein, danke.“
- Ich lege mich auf den Boden, damit niemand über mich geht.
- Ich räume den Keller auf, putze das Treppenhaus und verstecke das Fahrrad aus dem Flur.
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Amtlich richtig: Ich räume den Keller auf, putze das Treppenhaus und verstecke das Fahrrad aus dem Flur.
Eine Begehung ist wie eine Prüfung in der Schule. Man lernt einen Tag vorher.
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Der Nachbar grillt, und der Rauch zieht zu Ihnen. Was tun Sie?
- Ich freue mich über den Duft.
- Ich frage, ob noch eine Wurst übrig ist.
- Ich lese in der Hausordnung nach, was dort über „offenes Feuer“ steht.
- Ich grille einfach zurück, und zwar mit mehr Kohle und in seine Richtung.
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Amtlich richtig: Ich lese in der Hausordnung nach, was dort über „offenes Feuer“ steht.
Antwort 2 ist klüger und schmeckt besser. Aber um Klugheit geht es in diesem Test nicht.
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Sie wohnen seit 20 Jahren neben Herrn Schmidt. Wie sprechen Sie ihn an?
- Mit „Schmiddi“.
- Gar nicht, wir winken seit 20 Jahren.
- Mit „Herr Schmidt“. Natürlich per Sie.
- Mit „Mein Bruder“, weil wir uns schon so lange kennen und er mal meine Leiter hatte.
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Amtlich richtig: Mit „Herr Schmidt“. Natürlich per Sie.
20 Jahre sind noch kein Grund für das Du. Das Amt empfiehlt, weitere zehn Jahre zu warten.
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Ihr Nachbar hat eine neue Gartenhütte. Was denken Sie zuerst?
- Schön!
- Ich will auch eine.
- Ob er dafür eine Genehmigung hat.
- Gar nichts.
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Amtlich richtig: Ob er dafür eine Genehmigung hat.
Die Frage nach der Genehmigung kommt vor jeder Freude. Das ist angeboren.
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Der Paketbote legt Ihr Paket an den „Wunschablageort“. Wo ist das?
- Im Wohnzimmer, er hat ja einen Schlüssel.
- Dort, wo ich es mir gewünscht habe. Mit Foto als Beweis.
- Auf dem Dach.
- Im Garten des Nachbarn, zwischen den Tomaten.
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Amtlich richtig: Dort, wo ich es mir gewünscht habe. Mit Foto als Beweis.
Das Amt glaubt fest an den Wunschablageort. Wunder gibt es auch im Paketwesen.
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Wie hängt man Wäsche auf?
- Irgendwie.
- Nach Farben sortiert, mit gleichen Klammern, die Socken als Paar.
- Gar nicht, man hat einen Trockner, und die Wäsche wird danach gebügelt, auch die Socken.
- Auf dem Balkon des Nachbarn.
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Amtlich richtig: Nach Farben sortiert, mit gleichen Klammern, die Socken als Paar.
Die Nachbarn sehen die Wäscheleine. Sie ist die Visitenkarte des Haushalts.
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Wie laut dürfen Sie nach 22 Uhr sprechen?
- Gar nicht. Ab jetzt redet man mit Zetteln im Treppenhaus.
- Nur flüsternd.
- Ganz normal.
- Genau so laut wie der Nachbar, aber keine Sekunde länger als er.
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Amtlich richtig: Gar nicht. Ab jetzt redet man mit Zetteln im Treppenhaus.
Ein Zettel ist leise, nachweisbar und kann laminiert werden. Er ist also die perfekte Nachricht.
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Jemand parkt auf Ihrem Stellplatz. Was tun Sie?
- Ich parke hinter ihm, dann haben wir beide Pech.
- Ich lasse die Luft aus den Reifen.
- Ich nehme es als Zeichen und verkaufe mein Auto.
- Ich klebe einen Zettel an die Scheibe: „Dies ist ein PRIVATER Stellplatz!!!“
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Amtlich richtig: Ich klebe einen Zettel an die Scheibe: „Dies ist ein PRIVATER Stellplatz!!!“
Der Zettel an der Scheibe ist eine Briefform mit langer Tradition. Großbuchstaben sind Pflicht.