Einkaufen & Alltag
20 zufällig gezogene von 55 Fragen. Bei jedem Aufruf zieht das Amt neu.
-
Auf dem Flohmarkt kostet eine Vase 5 Euro. Was sagen Sie?
- Gar nichts. Ich warte drei Stunden, bis der Verkäufer mir die Vase schenkt, weil er sie nicht wieder einpacken will.
- „Ich gebe Ihnen zehn!“
- „Ist die aus Gold?“
- „Drei Euro, letztes Wort.“ Dann zahlen Sie vier.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: „Drei Euro, letztes Wort.“ Dann zahlen Sie vier.
Handeln gehört zum Flohmarkt. Im Supermarkt sollten Sie es dagegen nicht versuchen.
-
Am Kiosk steht: „Kartenzahlung ab 10 Euro“. Sie haben nur eine Karte. Was tun Sie?
- Ich schreibe einen Antrag auf Ausnahme.
- Ich zahle mit Karte und sage, ich hätte das Schild nicht gesehen.
- Ich biete an, den fehlenden Betrag mit einem kleinen Lied zu bezahlen. Drei Strophen, mit Refrain.
- Ich kaufe noch vier Kaugummis, zwei Feuerzeuge und eine Fernsehzeitung.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Ich kaufe noch vier Kaugummis, zwei Feuerzeuge und eine Fernsehzeitung.
Am Ende zahlen Sie 10,40 Euro für Dinge, die Sie nie brauchen. So spart man in Deutschland.
-
Sie wollen 200 Gramm Käse. Die Waage zeigt 243 Gramm. Was hören Sie?
- „Darf's ein bisschen mehr sein?“
- „Wir runden auf 250 Gramm, das ist Vorschrift.“
- Nichts. So etwas sagt man nicht.
- „Oh, das war zu viel, ich schneide etwas ab.“
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: „Darf's ein bisschen mehr sein?“
Die Frage ist rein rhetorisch. Es sind schon 243 Gramm, und es werden 243 Gramm bleiben.
-
Sie haben einen vollen Wagen. Hinter Ihnen steht jemand mit nur einer Milch. Was tun Sie?
- Ich tue so, als hätte ich die Person nicht gesehen.
- Ich frage die ganze Schlange, ob das erlaubt ist.
- Ich halte einen kurzen Vortrag über Gerechtigkeit an Kassen und lasse danach abstimmen, wer zuerst darf.
- Ich lasse die Person mit der Milch vor. Das ist anständig.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Ich lasse die Person mit der Milch vor. Das ist anständig.
Anständig sein ist amtlich erwünscht. Sie dürfen zu Hause aber erzählen, wie großzügig Sie waren.
-
Was sagt die Selbstbedienungskasse am häufigsten?
- „Vielen Dank für Ihren Einkauf!“
- „Möchten Sie mit mir über Ihre Einkäufe sprechen? Ich habe heute sehr viel Zeit.“
- „Sie sehen heute gut aus.“
- „Unerwarteter Artikel im Ablagebereich.“
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: „Unerwarteter Artikel im Ablagebereich.“
Der unerwartete Artikel ist meistens Ihr eigener Stoffbeutel. Die Kasse vertraut niemandem.
-
Eine zweite Kasse wird geöffnet. Was passiert?
- Nichts.
- Alle klatschen.
- Alle warten höflich, bis sie dran sind.
- Alle rennen los, und wer zuletzt kam, ist zuerst dran.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Alle rennen los, und wer zuletzt kam, ist zuerst dran.
Der Satz „Ich mache hier eine zweite Kasse auf“ löst den schnellsten Sprint im deutschen Alltag aus.
-
Wie packen Sie an der Supermarktkasse ein?
- In aller Ruhe.
- So schnell, als gäbe es eine Weltmeisterschaft im Einpacken. Der Nächste ist schon dran.
- Gar nicht, ich lasse einpacken.
- Mit Hilfe der Person an der Kasse, die mir in Ruhe jedes einzelne Teil in die Tasche legt.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: So schnell, als gäbe es eine Weltmeisterschaft im Einpacken. Der Nächste ist schon dran.
Die Waren fliegen schneller über das Band, als man sie fangen kann. Das ist Absicht.
-
Sie suchen im Baumarkt einen Mitarbeiter. Wie lange dauert das?
- Länger, als die ganze Reparatur gedauert hätte.
- Er steht sofort neben Ihnen.
- Es gibt dort keine Mitarbeiter, nur Paletten.
- Genau drei Minuten. Das steht im Tarifvertrag des Baumarkts, Paragraf 12, Absatz Schrauben.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Länger, als die ganze Reparatur gedauert hätte.
Wenn Sie ihn finden, ist er aus einer anderen Abteilung. Er zeigt Ihnen aber gern, wo ein Kollege sein könnte.
-
Wie beginnt eine ordentliche Reklamation?
- Mit Schreien.
- Mit einem Blumenstrauß für die Verkäuferin.
- Mit „Ich will ja nichts sagen, aber …“
- Mit einem Brief meines Anwalts, der per Einschreiben ankündigt, dass bald ein zweiter Brief kommt.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Mit „Ich will ja nichts sagen, aber …“
Danach sagt man natürlich sehr viel. Der Satz ist nur die amtliche Einleitung.
-
Wie nah stehen Sie in der Schlange an der Person vor Ihnen?
- Zwei Meter, mit Kreide markiert.
- So nah, dass niemand dazwischen passt. Aber ohne sie zu berühren.
- Ganz nah. Ich lese über ihre Schulter mit, was auf ihrer Einkaufsliste steht, und gebe ihr gute Tipps.
- Irgendwo daneben. Ich schaue, was passiert.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: So nah, dass niemand dazwischen passt. Aber ohne sie zu berühren.
Dieser Abstand heißt amtlich „Vordrängelschutz“. Er ist nicht genormt, aber jeder kennt ihn.
-
Der Obsthändler ruft: „Probieren Sie mal!“ Was tun Sie?
- Ich laufe schnell weiter, bevor ich etwas kaufen muss.
- Ich frage nach dem Erntedatum, dem Gutachten und dem Namen des Baumes, von dem der Apfel stammt.
- Ich probiere alles am Stand und gehe satt nach Hause.
- Ich probiere, sage „Hm, na ja“ und kaufe dann ein Kilo.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Ich probiere, sage „Hm, na ja“ und kaufe dann ein Kilo.
„Hm, na ja“ ist das höchste Lob für Obst. Der Händler versteht das sofort.
-
Die Person vor Ihnen legt ihre Waren aufs Band. Was machen Sie sofort?
- Ich lege den Warentrenner hin. Ordnung beginnt auf dem Band.
- Ich warte höflich, bis sie fertig ist, und frage dann, ob ich darf.
- Ich lege meine Sachen einfach dazu. Wir teilen uns dann die Rechnung.
- Ich schiebe ihre Butter ein Stück zurück, um Platz zu schaffen, und entschuldige mich danach ausführlich bei der Butter.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Ich lege den Warentrenner hin. Ordnung beginnt auf dem Band.
Der Warentrenner ist die kleinste Grenze Deutschlands. Sie wird von allen respektiert.
-
Was ist ein „verkaufsoffener Sonntag“?
- Ein Sonntag, an dem die Läden ausnahmsweise aufhaben dürfen. Meistens gibt es ein Fest dazu.
- Ein Sonntag, an dem man alles verkaufen darf, was man will: die Waschmaschine, das Auto und die Briefmarken vom Onkel.
- Ein Sonntag, an dem Verkäufer offen über ihre Gefühle sprechen.
- Ein ganz normaler Sonntag.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Ein Sonntag, an dem die Läden ausnahmsweise aufhaben dürfen. Meistens gibt es ein Fest dazu.
Ohne besonderen Anlass geht es nicht. Also erfindet man jedes Jahr ein neues Fest, zum Beispiel das „Frühlingserwachen am Kreisverkehr“.
-
Morgen ist Feiertag. Wie kaufen Sie heute ein?
- Mit Vorräten für zwei Wochen, als würde die Welt untergehen.
- Gar nicht.
- Ich gehe morgen einkaufen.
- Online, mit Lieferung am Feiertag um 7 Uhr früh, direkt an die Wohnungstür.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Mit Vorräten für zwei Wochen, als würde die Welt untergehen.
Am Abend vor einem Feiertag ist der Supermarkt so voll wie ein Stadion. Die Hefe ist trotzdem nie aus.
-
Sie brauchen vier Schrauben. Was kaufen Sie im Baumarkt?
- Genau vier Schrauben aus der Kiste.
- Keine. Ich nehme Klebeband.
- Eine Packung mit 200 Stück. Man weiß ja nie.
- Einen ganzen Schrank zum Selbstaufbauen, weil darin schon mindestens vier Schrauben stecken.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Eine Packung mit 200 Stück. Man weiß ja nie.
Die übrigen 196 Schrauben kommen in die Dose mit den anderen Schrauben. Diese Dose wird vererbt.
-
Wo nehmen Sie die Milch aus dem Kühlregal?
- Ganz hinten. Da steht die frischeste.
- Ganz vorne, das ist am einfachsten.
- Aus der Mitte, das ist gerecht.
- Ich warte, bis ein Mitarbeiter neue bringt, und nehme sie ihm direkt aus der Hand.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Ganz hinten. Da steht die frischeste.
Das Regal ist danach durcheinander. Aber Sie haben zwei Tage mehr Haltbarkeit. Das ist es wert.
-
Was nehmen Sie zum Einkaufen mit?
- Nichts.
- Eine Plastiktüte.
- Einen Stoffbeutel. Davon hat man zu Hause 47 Stück.
- Einen eigenen Einkaufswagen, den man zu Hause im Flur neben den Schuhen parkt.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Einen Stoffbeutel. Davon hat man zu Hause 47 Stück.
Den Chip für den Einkaufswagen trägt man natürlich am Schlüsselbund. Das gibt leider keinen Extrapunkt.
-
Oma erzählt vom Einkaufen früher. Was sagt sie über den Samstag?
- „Samstags war alles zu. Wir haben gehungert.“
- „Mittags war Schluss. Da musste man noch planen!“
- „Die Läden hatten bis Mitternacht auf, und an der Kasse spielte eine Kapelle Tanzmusik.“
- „Samstags gab es alles umsonst.“
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: „Mittags war Schluss. Da musste man noch planen!“
Das stimmt wirklich: Lange Zeit schlossen viele Geschäfte samstags schon am frühen Nachmittag. Omas Einkaufsliste war damals Gesetz.
-
Was bedeutet im Prospekt „Nur solange der Vorrat reicht“?
- Bis Freitag.
- Man darf nach hinten ins Lager gehen und selbst nachschauen, ob noch welche da sind.
- Der Laden hat unendlich viele davon.
- Bis 8:07 Uhr am ersten Tag.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Bis 8:07 Uhr am ersten Tag.
Die Aktionsware ist im Prospekt größer als im Regal. Das ist ein Naturgesetz des Einzelhandels.
-
Was lesen Sie am Wochenende in der Zeitung zuerst?
- Die Prospekte. Die Zeitung ist nur die Verpackung.
- Das Horoskop.
- Die Rätselseite.
- Den Wirtschaftsteil, damit ich beim Grillen etwas über Zinsen und Inflation sagen kann.
Lösung anzeigen
Amtlich richtig: Die Prospekte. Die Zeitung ist nur die Verpackung.
Wer die Angebote zuerst kennt, ist am Montag zuerst im Laden. So funktioniert Marktwirtschaft.